Was ist π?

Ist π ein geometrisches Verhältnis oder eine Zahl?

Das π  ist zuerst Symbol für eine zunächst anschaulich nur grob einordenbare Grösse, die als Kreisverhältnis π =Kreisumfang/Durchmesser=Halbkreisumfang/Radius  definiert ist. Die multifache Länge des Kreisumfangs gegenüber dem Durchmesser bzw. Radius kann nicht ohne weiteres vom Bild des Kreises und Durchmessers abgelesen werden. Hier bedarf es erfundener Schritte des Konstruierens mit den Ur-Kurven Kreis und Gerade. Wegen der nachvollziehbar Raumerfahrung wird hier zuerst  auf das geoemetrische Kreisverhältnis   π   geschaut  und mit klassischem Konstruieren, insbesondere mit den Schritte  Doppeln und Halbieren,    eine     Streckengrösse πgeo  unbeschränkt genähert  zum Kreisbogen erzeugt. 
Zu einer Kreiszahl  πnum wird einmal über die Digitalisierung des klassisch konstruierten Kreisverhältnisses πgeo(n) gelangt. Die andere, elementar  weniger gut nachvollziehbare Berechnung nutzt unendliche Reihen und Produkte als  Grenzprozesse,  die hier dem Grenzwert πnum(...) zustreben.

π  mit klassisch konstruiertem  Grenzprozess berechnen und darstellen 

Beim   Urberechnen zum Kreis war schon der griechische Sophist Antiphon (5.Jh. v.u.Z.) viel weiter als spätere Geometer/Mathematiker. Antiphon brachte mit dem vollständige Ausfüllen der Kreisfläche, mit immer kleineren, klassisch konstruiert berechneten Dreiecken, einen Grenzprozess, den es damals als Begriff offenbar noch nicht gab, ins Spiel. Die mit immer mehr Aufwand berechnete Flächen-Multisumme der Dreiecke führt letztlich zu einem unbebeschränkten, natürlich nachvollziehbarem Annähern an einen real erfahrbaren Grenzwert für die Kreisfläche und damit zugleich auch an einen Grenzwert für das Kreisverhältnis π . Seine   modellhafte Grössen-Darstellung als Zahl ist somit  immer nur eine Annäherung an den hierzu gedacht existierenden Grenzwert.  Eine noch so ausführlich  berechnete Kreiszahl πnum(n)    hat nach sehr sehr vielen Schritten  immer nur endlich viele wahre Nachkommastellen. Heute wissen wir, dieser Ansatz von Antiphon war der Denkanfang zu Infinitesimalität.

Die Rechengrössen in einem Kohärenzsystem sind immer Verhältnisse. Dargestellt werden sie   auf eine Einheitsgrösse von gleicher Art  bezogen.  Fundamentale  Kohärenzsysteme sind die Urkurven Kreis und Gerade, mit Rechengrössen, die geometrischen Verhältnissen sind.  Das Digitalisieren (Ausmessen)  dieser geometrischen Verhältnisse  führt zu   Zahlen als Rechengrössen, welche die ursprünglichen geometrischen Verhältnisse immer nur  unvollständig als Dezimalzahldarstellung abbilden. Jede Zahl, beispielesweise die 5, ist ein Verhältnis 5/1. Für jedes beliebig gegebene Verhältnis a/b gibt es  immer nur eine unvollständig abbildende  Darstellung als Dezimalzahl. Bei der Digitalisierung  bleibt immer ein nicht dargestellter (nicht digitalisierter)  Rest übrig.  

Beispiele für verschiedene  π-Verhältnisse 

Geometrische π-Definitionen  

Die Definitionen für das Kreisverhältnis  π    geht aus   Erfahrungen zum  Kohärenzsystem  Kreis  hervor.

π =  Kreisumfang / Durchmesser

   =  Halbkreisumfang / Radius

   =  Kreisfläche / (Quadrat über den Radius)

   =  4*Kreisfläche / (Quadratfläche über dem Durchmesser)    

   =  Kugeloberfläche / (Quadratfläche über dem Durchmesser)

   =  6*Kugelvolumen / (Würfelvolumen  mit Kantenlänge=Durchmesser)

 

Konstruiertes Kreisverhältnis  πgeo(n)  

Das konstruierte  Verhältnis πgeo(n) ist das Ergebnsi eines kllassisch konstruierten Grenzprozesses, der nach n Schritten abbricht.  Die Bezugsgrösse  für die  Strecken-Verhältnisse als Zwischenergenis ist der Kreisradius als Einheit (Grundmass).

Ideelle  Kreiszahl πnum(...)

Die symbolische Darstellung der  ideellen Kreiszahl πnum(...) = 3,14159...  weist mit den drei Punkten auf  endlos  viele  wahre Nachkommaziffern hin, die man sich quasi als alle vorhanden vorstellt. Per Vereinbarung bildet nun die idelle, nicht endende Kreiszahl πnum(...)  die Grösse des Kreisverhältnisses π vollständig ohne Rest ab.  Trotzdem sind  das Kreisverhältnis  π und die ideelle Kreiszahl πnum(...)  nicht ganz der gleiche Sachverhalt. 

Die Fortschritte in der  Rechentechnik machen hier immer wieder neue Rekorde für die Anzahl der berechneten wahren Nachkommaziffern möglich.  

Berechnete Kreiszahl  πnum(n) 

Die im deutschen Sprachraum praktizierte Gleichsetzung von geometrischem Kreisverhältnis π = Kreisumfang/Durchmesser mit   einer ideellen  Kreiszahl πnum(...)  ist nicht ganz korrekt und sorgt für Verwirrung. Auch jede aus einer konkrete Schritteanzahl n hervor gehende Kreiszahl-Darstellung πnum(n)  ist nicht identisch mit dem Kreisverhältnis π.  Die Symbole π, πgeo  und πnum symbolisieren etwas verschiedene Sachverhalte und ihr Gleichsetzen führt daher zu Verwirrung, denn:

Jede Zahl ist ein Verhältnis, aber für kein beliebig gegebenes  Verhältnis  gibt es  eine exakt abbildende Darstellung als Dezimalzahl (Kommazahl)

 

Dieser Sachverhalt gilt auch noch nach endlos vielen Rechenschritten, denn ein elementar konstruiertes geometrisches Kreisverhältnis πgeo(n)≈Kreisumfang/Durchmesser bleibt auch nach endlos vielen Schritten ein Verhältnis, für das es   keine vollständige Darstellung als Kommazahl gibt.  

 

 

 

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